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Perfekter Wiedereinstieg in den Punktspielbetrieb: Der RSV Germania 03 ließ am Sonntagmittag beim ersten Pflichtmatch des neuen Jahrzehnts nichts anbrennen und hielt die TSG Wixhausen mit einem letztendlich ungefährdeten 3:1-Erfolg in Schach. Der Heimdreier baute den Positivlauf auf sechs ungeschlagene Partien respektive fünf Siege en block aus.

 

Es war zwar noch längst nicht alles Gold, was da im „neuen optischen Outfit“ des germanischen Traditionsareals (der einstige Brot-Weber gleicht wegen eines hochgeschossenen Neubaus inzwischen eher der chinesischen Mauer) glänzte, doch für den Debütligaaufgalopp nach den langen Weihnachtsferien gingen sowohl die Leistung als auch das Ergebnis in Ordnung – auch unter der Berücksichtung, dass Trainer Erik Appel auf einige personelle Korsettstangen verzichten musste. Am Ende gab es am gerechten „Dreier“ gegen tapfer kämpfende Gäste allerdings nichts zu deuteln. Ein Extralob gebührte den blau-weißen Ultras. Trotz bundesweiter Protestaktionen gegen die Fußballobrigkeiten verzichteten die RSV-Fans auf beleidigende Plakate und beschränkten sich auf akustische Unterstützung für ihr Team. 

 

Der Ausfallzettel vor dem ersten Anstoß 2020 war prall gefüllt. Aufgrund von Sperren, Verletzungen oder Krankheit standen Ylitalo, Saric, Bianco, Ramm Doman, Winkel, Boudouhi, Maric, Perchner und Siddiqi nicht im Kader. Einsatzbereits präsentierten sich dafür  alle drei Winterneuzugänge, die unisono ihre Punktspielpremiere im Germania-Trikot feierten: Gordon Choynowski sowie Saban Neziraj in der Startelf und Ricco Schalamon im Verlauf der zweiten Hälfte.

 

Zu Beginn ließ der favorisierte Hausherr in seinem Kickwohnzimmer einige Anlaufschwierigkeiten erkennen. Den besseren Start erwischten die durch zwei gefährliche Kopfbälle auf sich aufmerksam machenden Gäste. Doch so nach zehn Minuten übernahm der Rasensportverein das Kommando und fahndete nach der Führung. Die beste Chance bot sich Sven Muth, dessen Kracher vom Innenpfosten ins Feld zurück prallte.

 

Kurz darauf klingelte es aber im TSG-Kasten. Ein resolute Balleroberung brachte Michael Azevedo in Position und der Stürmer schaufelte die Murmel aus rund dreißig Metern mit viel Gefühl Marke „Heber der Güteklasse A“ über den heraus eilenden Keeper ins Netz. Das 1:0 bedeutete auch den Pausenscore. Ähnlich wie in Durchgang Eins agierte Wixhausen zur Ouvertüre des zweiten Abschnitts etwas konzentrierter, doch die germanische Abwehrriege stand sicher und gestattete keine echte Egalsierungsgelegenheit.

 

Zwischen der 55. und 60. Minute fiel schließlich das Entscheidungsraster dieser Auseinandersetzung. Der mit Gelb vorbelastete TSG-Spieler Elasri erwies seiner Mannschaft einen Bärendienst und wurde nach einer rüden Attacke gegen Torwart Erik Appel vom Schiri per Ampelkarte regelkonform zum frühzeitigen Dienstende gezwungen. Die daraus resultierende Wixhäuser Unordnung nutzte Sven Muth gnadenlos aus und verschickte einen satten Strahl zum 2:0 ins Ziel.

 

Damit war das Ding durch. Erst recht, als Kollbacher trotz eigener guter Abschlussposition uneigennützig den noch besser postierten Azevedo bediente und dieser mit seiner zweiten Bude des Tages den Heimsieg definitiv protokollierte. In der Schlussphase vergaben die Germanen noch einige „dicke Dinger“ für einen vierten Einschlag. Es spricht allerdings für die TSG, dass sie sich in Unterzahl dagegen stemmte. Und als die blau-weiße Absicherung mit den Gedanken wohl schon beim abendlichen Tatort weilte, glückte Wixhausen sogar noch der beileibe nicht unverdiente Ehrentreffer.

 

Durch die gelungene Ligarückanmeldung übertrumpfte die Germania den Hinrundenauftakt (seinerzeit drei Startsiege und jetzt alle vier Begegnungen der zweiten Halbserie gewonnen). Im Gesamtklassement rangiert der RSV fortan auf der sechsten Stufe, aber nur noch mit zwei Punkten Rückstand zur Relegationssprosse Zwei. Am nächsten Sonntag (15.03.) sind die Mannen von Erik Appel bereits um 13Uhr bei der Zweitabteilung des SV Traisa am „roten Berg“ gefordert. Dagegen ist die „Zwote“ am kommenden Wochenende spielfrei, trägt aber zuvor am Mittwochabend (11.03.) das verlegte Heimmatch gegen die Spvgg Seeheim-Jugenheim II aus (Kick-off 19Uhr30)   

 

RSV: Appel, Buth, Geppert, Baldes, Prediger (56. Platonow), Abu Snaineh (88. Prediger), Kollbacher, Choynowski, Neziraj, Azevedo (75. Schalamon), Muth

TSG: Werner, Lamrabet, Ritter, Minovgidis (57. Preusch), Kalbfuß, Baumann, Elasri, Ferreira, Ates, Do Vale, Gröger

 

Tore:

1:0 Azevedo 19. 2:0 Muth 59. 3:0 Azevedo 70. 3:1 Gröger 82.

 

Schiedsrichter:

Günter Häberle / Rosbach

 

Gelbe Karten:

- / Kalbfuß, Ferreira

 

Besonderes:

Gelb-Rot Elasri (TSG) 55.

 

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