Aktuelles

Als ehemaliger Vorsitzender  des RSV Germania 03 Pfungstadt ist es mir ein Anliegen, zu der aktuellen Diskussion über einen möglichen Umzug des Vereins und insbesondere zu den Stellungnahmen  von Parteien und Privatpersonen Stellung zu beziehen.

Zunächst ist festzuhalten, dass die Initiative für die Umzugspläne nicht vom RSV Germania ausgegangen ist. Die Brauerei und ihr neuer Besitzer, Uwe Lauer, haben das Germanen-Areal an der Ostendstraße als möglichen Standort entdeckt. Aus diesem Grund ist die Stadt auf den Verein zugekommen. Da auch dem Verein am Fortbestand der Brauerei gelegen ist,  stehen unsere Mitglieder dem Vorhaben positiv gegenüber. Sie sind deshalb bereit, das Gelände aufzugeben, wenn der Verein an anderer Stelle eine Sportanlage erhält, die den Fortbestand und die Weiterentwicklung der Germania gewährleistet. Hinzu kommt, dass das Brauerei-Gelände an der  Eberstädter Straße für eine Wohnbebauung ideal ist. Pfungstadt wird damit attraktiver, neue Bürger und neue Mitglieder kommen in die Vereine.

Die Stadt hat für die Germania einen Standort an der Dr. Horst-Schmidt-Straße vorgeschlagen, in Nachbarschaft zur FTG Pfungstadt. Deren Vorsitzende wehrt sich vehement gegen diesen Umzug und sagt, die Germania habe eine Kooperation abgelehnt. Ich möchte daran erinnern, dass Vorstände der Germania in den vergangenen Jahren mit Verantwortlichen der FTG Gespräche geführt haben. Nie wurde seitens des FTG-Vorstands Interesse an einer Zusammenarbeit signalisiert. Vor zwei Jahren wollte der Abteilungsleiter Fußball der FTG  eine Zusammenarbeit mit der Germania, aber die Vorsitzende wies dies zurück. Eine andere Auffassung hatte der von mir sehr geschätzte frühere FTG-Vorsitzende Kurt Becker. In einem persönlichen Gespräch erklärte er mir im Jahr 2003, dass er nichts gegen eine Ansiedelung der Germania gegenüber dem FTG-Gelände habe.

Wenn die FTG moniert, dass ein neues Sportgelände voll von der Stadt finanziert werde, ist daran zu erinnern, dass der Schwimmbadbau 1978 der FTG ca. 300 neue Mitglieder für eine Schwimmabteilung brachte und damit auch entsprechende  Einnahmen.  Eine FTG-Beteiligung an den Kosten für den Bau des Bades ist nicht bekannt. Auch von einem künftigen Bad profitiert der Verein.

In der Diskussion um einen anderen Standort für die Germania wird immer wieder das TSV-Gelände genannt. Mit dem Vorstand des TSV Pfungstadt haben meine damaligen Kollegen und ich im Jahre 2003 ernsthafte Gespräche für eine Umsiedlung geführt. Diese waren schon nach dem ersten Treffen an den Forderungen des damaligen Vorstandes gescheitert, weil die Germania allenfalls als Untermieter angesehen wurde -  gegen einen finanziellen Aufwand und mit permanenten Absprachen. Bei einem Gespräch zwischen TSV und Germania vor eineinhalb Jahren hatte sich an der Haltung nichts geändert, warum auch?

Aus diesen Gründen ist es nicht vorstellbar, dass wir Germanen auf das TSV-Gelände wechseln.  Kritiker der Germania scheinen den Verlauf der zurückliegenden Gespräche nicht zu kennen und eher vorgefertigten Meinungen anzuhängen.  Das wird auch durch herabwürdigende Stellungnahmen, die diese Tatsachen ignorieren, nicht besser.