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Exakt eine Stunde vor High Noon beendete Schiedsrichter Yannic Römer-Lenssen mit seinem Anpfiff am Sonntagvormittag die achtmonatige Leidensepoche ohne Amateurfußball. Rund 120 Minuten später wurde das erste Testspielergebnis durch ein 7:0 des haushoch favorisierten Verbandsligisten Rot-Weiß Darmstadt beim tapfer kämpfenden Hausherren RSV Germania 03 Pfungstadt protokolliert.

 

Dass das finale Resultat im Resümee lediglich die zweite oder gar dritte Geige spielt, war allerdings schon im Vorfeld klar. Priorität stellte für beide Mannschaften das erlösende Wettkampfpraxis-Comeback auf dem grünen Rasen dar. Auch der harte Anhängerschaftskern verzichtete aufgrund der ungewohnten Kick-off-Zeit auf ein pünktliches Sonntagsmahl und pilgerte zwar mit leerem Magen, dafür aber voller Vorfreude relativ zahlreich auf den Sportplatz am Grünen Steg.

 

Die Vorverlegung auf 11Uhr machte sich bezahlt. Nach den Serengeti-Temperaturen der vergangenen Tage wehte ein angenehmes Lüftchen an der Ostendstraße und das kickende Ensemble durfte bei praktisch optimalen Klimaverhältnissen seinem „fast schon vergessenen“ Handwerk nachgehen.

 

Den sportlichen Aspekt kann man eigentlich schnell rekapitulieren. Das drei Klassen höher beheimatete Team aus der Heimstättensiedlung erwischte einen Traumstart. Ausgerechnet ein Ex-Germane sorgte per Doppelschlag blitzartig für klare Score-Verhältnisse. Petrus Baldes (17 Partien und sechs Tore während der Abbruchrunde 19/20 für den Rasensportverein und früher bei den Nordost-Regionallisten Halberstadt bzw. Rathenow aktiv) steht nach einem Berlin-Abstecher zum zweiten Mal bei den Roten unter Vertrag und verbuchte die ersten beiden Gästetreffer.

 

Dank des ruckzuck erarbeiteten Vorsprungs warf der Verbandsligist seine technische und konditionelle Überlegenheit in die Waagschale und erhöhte noch vor der Pause auf 3:0. Dennoch enttäuschten die Germanen keineswegs und setzten den einen oder anderen Nadelstich. Nur die fehlende letzte Abschlusskonsequenz verhinderte mehrfach eine Ergebniskosmetik. Im zweiten Abschnitt legten die Heimstättensiedler peu á peu nach, auch weil sie in der Schlussphase von den schwindenden Kräften des blau-weißen Platzhirschen profitierten. Die beste Gelegenheit zur Ehrenbude (gewaltiger Kracher von Gordon Choynowski) ließ das Aluminium erzittern (80.).

 

Der neue RSV-Trainer Rouven Kornmann bot bei seinem Matchdebüt Christian Lembke, Patrick Geppert, Nicklas Buth, Marius Kollbacher, Marc Perchner, Patrick Dommert, Sven Muth, Pail Platonow, Leon Perkovic, Gordon Choynowski, Dominik Winkel, Kevin Röder, Demalji Neziraj, Christian Correia, Ricco Schalomon, Paul Prediger und Marc Zemelka auf.

 

Tore: 0:1, 0:2 Baldes 1., 11. 0:3 Tala 37. 0:4 Koyuncu 61. 0:5 Konjicija 81. 0:6 Tala 84. 0:7 Sancak 86.

 

Bilder vom Spiel auf „FuPa“

 

Für das nächste Vorbereitungsduell müssen sich die RSV-Supporter vierzehn Tage gedulden. Am 67. Jahrestag des Wunders von Bern (Sonntag, 04. Juli) empfangen die Schützlinge von Coach Kornmann um 13 Uhr den FC Bensheim II (ebenfalls Kreisliga A; Bezirk Bergstraße) in ihrem Fußballwohnzimmer. Der aus Germanensicht bekannteste Protagonist der Zweitabteilung des Gruppenligisten ist zweifellos deren Übungsleiter namens Ben Talib. Die Nummer Drei der seit 1983 gelisteten Einsatzstatistik (268 Erstmannschaftsspiele zwischen 1996 und 2016)  konnte als interessierter Beobachter beim Kick gegen die Roten sicherlich wertvolle Eindrücke für den Vergleich in zwei Wochen sammeln…