Aktuelles

Fünftes Spiel in Folge ohne Niederlage und Erhalt der ersten weißen Saisonweste: Der RSV Germania 03 bestätigte zum Rückrundenauftakt seinen seit vier Wochen andauernden Positivergebnistrend. „Man of the Match“ am ersten Advent war zweifellos Marc Perchner, der beim 6:0 gegen SKG Gräfenhausen nonstop die Buden Eins bis Fünf erzielte.

 

Trotz einem erneut ausgedünnten Kader kristallisierte die Sichtung der jüngsten Formkurven den Rasensportverein erstmals in dieser Spielzeit als Favorit. Die Mannen von Marius Kollbacher hamsterten in den vorausgegangen vier Begegnungen zehn Punkte, während der Gast auf eine lange Resultatsdurststrecke zurückblicken musste und mit einer coachenden Interimslösung antrat (am Montag Trennung von Ex-RSV-Übungsleiter Oliver Schnepper).

 

Dennoch machte der relativ abgeschlagen unter dem Strich zitternde Außenseiter den Germanen vor allem im ersten Abschnitt das Fußballleben schwer und bot eine engagierte Paroli. Erst nach dem Seitenwechsel wurden auch durch taktische Umstellungen die offensiven Qualitätsunterschiede deutlich. Das germanische Team erspielte sich fast im Minutentakt hochprozentige Einschussmöglichkeiten und Marc Perchner erwärmte an einem eiskalten Novembernachmittag durch das opulente Stillen seines Torhungers die blau-weißen Seelen.

 

Unter der souveränen Schiedsrichterleitung des Bergsträßer Klassenleiters Reiner Held startete der Hausherr überlegen, ohne das SKG-Gehäuse - von einer Ausnahme abgesehen -  zu gefährden. Nach der heil überstandenen Anfangsphase griff auch Gräfenhausen ins Aktionismusgeschehen ein und operierte kontrovers zum bisherigen sportlichen Abschneiden (lediglich fünf Zähler auf dem dünnen Konto) durchaus vielversprechend seine Widerstandskraft, aber die germanische Defensivriege demonstrierte zielstrebig, dass die Saisonpremiere ohne einen kassierten Einschlag weit oben auf der Prioritätsliste stand.

 

Eine Einzelleistung von Marc Perchner (windete sich an zwei Gegenspielern vorbei und bugsierte die Kugel ins lange Eck) bewerkstelligte schließlich eine knappe Halbzeitführung. Zur Pause aktivierte Coach Kollbacher Michael Azevedo als mittigen Frontangreifer. Dafür wichen Perchner und Choynowski mehr auf die Flügel aus. Diese Reform machte sich bezahlt. Nachdem Choynowski noch per Pike einen Traumvorlage Azevedos um Haaresbreite neben den Kasten platzierte, lochte Perchner kurz darauf zum 2:0 ein. In Folge eines misslungenen Abspiels des SKG-Keepers roch der Stürmer den Braten, fing den Ball ab und donnerte ihn geistesgegenwärtig in die Maschen.

 

Damit war der Bann gebrochen und Perchner rief seine persönliche Gala aus. Binnen einer Viertelstunde zündete der Mann des Tages drei weitere Adventskerzen an und meldete auf dem Patentamt den Begriff „Quintrick“ an (fünf ununterbrochene Bullys in einem Spiel). Kurz nach dem 5:0 gönnte Trainer Kollbacher ihm das auswechselnde Bad in der Menge, woraufhin einem blau-weißen Kameraden die Schlusspointe gebührte. Ein Foul an M. Azevedo im Sechzehner ahndete Referee Held regelkonform und Gordon Choynowski verwandelte den fälligen Strafstoß abgeklärt zum 6:0-Endstand.

 

Dank dem zweiten Heimsieg respektive dem Ausbau der unbezwungenen Serie verfügt die Germania jetzt über ein Dreipunkteguthaben zum Abstiegsrelegationsplatz und fungiert als Debüttabellenführer der Kreisliga A – Rückrunde, wobei letztgenannter Statistisfakt nach gerade einem absolvierten Spieltag natürlich mit einem Augenzwinkern versehen ist.            

 

Aufstellung: Franke, Saric (55. Schalamon), Alkan, Buth, Winkel (70. Babaei), Perkovic, C. Azevedo, Zemelka, Muth (46. M. Azevedo), Choynowski, Perchner (83. Muth)

Tore: 1:0, 2:0, 3:0, 4:0, 5:0 Perchner 37., 57., 64., 76., 79. 6:0 Choynowski 90. FE

Schiedsrichter: Reiner Held / Bergstraße

Gelbe Karten: Bausch, Zakhele (beide SKG)

 

 

Mit der extrem hohen Auswärtshürde SG Modau klingt am kommenden Sonntag (05.12.) das Fußballjahr für den RSV Germania 03 aus. Die finale Herkulesaufgabe vor der Winterpause hält noch einmal den höchsten Schwierigkeitsgrad parat, denn der Gastgeber ist Mitglied des Führungsquartetts und darf sich daher berechtigte Hoffnungen für einen Aufstieg in die Kreisoberliga machen. Außerdem weisen die „Murrer“ eine makellose Heimbilanz aus (alle neun zu Hause ausgetragenen Partien gewonnen!). Trotz der klipp und klar verteilten Favoriten/Außenseiter – Rollen jetten die Germanen allerdings nicht in den Ober-Ramstädter Stadtteil, um kampflos die Punkte abzuliefern. Vielleicht brennt ja zum kickenden Kehraus 2021 am zweiten Advent ein Überraschungslichtlein. Der Anstoß in Modau ertönt um 14Uhr.