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Nach dem dank zwei Siegen am Stück (einer sportlich und einer am „Grünen Tisch“) festgezurrten Klassenerhalt kassierte der RSV Germania 03 gegen den noch an seine Aufstiegschance glaubenden SV St. Stephan im vorletzten Saisonheimspiel eine deftige Heimniederlage (1:7), die man am Ende sogar noch als glimpflich im Almanach einpflegen konnte .

 

Angesichts der erneut schmalen Spielerdecke und der Sichtung des tabellarischen Unterschieds zwischen den beiden Fußballanrainern war prinzipiell schon vor dem Anstoß klar, dass die Ambitionen für die nächste Punkteernte sehr dünn gesät waren. Auch Trainer Gösta Kiefer (beruflich verhindert) und Zeugwart Siggi Kullick (Enkeltaufe) standen nicht zur Verfügung, so dass Rene Grosch beide Jobs vertretungsweise in Personalunion ausübte.

 

Wie erwartet heftete der SVS vom Fleck weg das Heft des Handelns an sein Revers, allerdings ohne sich klare Gelegenheiten zu erarbeiten. Die zwangsbedingt erneut veränderte Defensivjustierung der Blau-Weißen funktionierte zunächst ordentlich, bis ein Offensivversuch nach hinten losging. St. Stephan schaltete schnell über mehrere Stationen um, so dass Kevin Witt unbedrängt zur Führung einschieben durfte. Die germanischen Proteste, dass die Vorleistung von einem absichtlichen Handspiel beeinflusst wurde, prallten beim Schiedsrichter unbeeindruckt ab.

 

Der Rückstand zeigte Wirkung. Kurz darauf bekam der Griesheimer Stadtteilklub einen Foulelfmeter zugesprochen. Mounir Sahraoui trat zur Ausführung an und fand im RSV-Keeper seinen Meister. Christian Lembke ahnte die Richtung und klärte beim Abtauchen die Kugel zur Seite. Wenig später zwang Choynowski SVS-Aushilfsgoalie Steffen Stiebitz sogar zum Veto-Einlegen gegen den durchaus möglichen Ausgleich, ehe der Aufstiegsaspirant in der Folge kurzen Prozess machte.

 

Drei Buden binnen zehn Minuten reglementierten noch vor der Pause, wohin die Punkte überwiesen werden. Immerhin nährte Sekunden nach dem 0:4 Choynowskis starke linke Klebe (seine Direktabnahme aus spitzem Winkel fand haargenau die Route ins gewünschte Ziel) den klitzekleinen Hoffnungsschimmer. Von einem reellen Aufbäumen war jedoch im zweiten Abschnitt nicht viel zu spüren. Spätestens das rasche 1:5 schraubte definitiv den Deckel auf die favorisierte Tonne. Im weiteren Verlauf rieselten zwei weitere Treffer in den blau-weißen Kasten. Noch extremerer Flurschaden wurde vom gut disponierten Christian Lembke im Verbund mit einer fahrigen Chancenverwertung der Gäste bereinigt.       

 

Aufstellung: Lembke, Güclüdal (58. C. Azevedo), Alkan, Babaei, C. Azevedo (46. Macalin), Ylitalo, Aldibo, Al Hadid, Choynowski, M. Azevedo, Perchner

Tore: 0:1 Witt 19. 0:2 Benchakhchakh 33. 0:3 Torino 38. 0:4 Sahraoui 42. 1:4 Choynowski 43. 1:5 Sahraoui 51. 1:6 Carlon 62. 1:7 Basel 68.

Schiedsrichter: Karl-Heinz Reichert

Besonderes: RSV-TW Lembke pariert FE von Sahraoui 25.

 

Die vorletzte Dienstreise respektive drittletzte Saisonverpflichtung lotst das Kreisliga A – Team am nächsten Sonntag (22.05.) nach Wixhausen zur dort wartenden TSG. Beim Duell der Tabellennachbarn, die beide inzwischen im gesicherten Hafen gestrandet sind, peilen die Germanen eine Revanche für die Hinspiel quittierte 1:5-Heimniederlage an. Der Anpfiff ertönt um 15Uhr30. Auch die Kreisliga C – Mannschaft gastiert in der Fremde und schlägt ab 12Uhr30 bei SKG Roßdorf II auf. Zuvor wird noch am Dienstag (20.05., Kick-off 19Uhr 30) das heute wegen Schiedsrichtermangels ausgefallene Match gegen Kamerun Darmstadt nachgeholt.