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Den sportlichen Unterhaltungswert kann man dem RSV Germania 03 nach einer insgesamt durchwachsenen Saison in keinster Weise absprechen. Auch beim drittletzten Einsatz vor der Sommerpause bei der TSG Wixhausen rappelte es wieder mächtig im Netzkarton. Insgesamt zehn Einschläge erfreuten die Zuschauer. Am Ende durfte der Gästeanhang zweimal öfter jubeln, was das kuriose Resultat von 6:4 widerspiegelt. 

 

Der sechste Saisonauswärtssieg (inklusive des zugesprochenen Dreiers von Traisa) wurde durch die Beförderung auf den elften Tabellenrang gekrönt, die beste Positionierung der ausklingenden Spielzeit. Damit garnierte auch Rene Grosch den Start seines offiziellen respektive kurzfristigen Aushilfstrainerjobs im Format eines Erfolgerlebnisses. Unter der Woche trennten sich vorab die Wege des Rasensportverein und vom erst seit Beginn des Jahres tätigen Gösta Kiefer, worauf der ehemalige Keeper in die coachende Bresche hüpfte und die Mannschaft in den verbleibenden Partien betreuen wird. Der neue Übungsleiter für die kommende Runde steht mit „Heimkehrer“ Bilal Dag ja schon länger fest.

 

Fast schon wie gewohnt, halfen auch beim Duell der Rankingnachbarn einige Zweitmannschaftsakteure den blau-weißen Kader aufzufüllen. Der RSV sah sich schnell mit einem Rückstand konfrontiert, weil Keeper Christian Lembke beim Zugriffsversuch den von TSG-Sturmroutinier Manuel Do Vale abgefeuerten Schuss über die Hände flutschten. Diesen kleinen Lappsus machte der germanische Schlussmann durch mehrfach beherztes Eingreifen im weiteren Matchverlauf allerdings wieder wett.

 

Marc Perchner war es vorbehalten, den frühen Dämpfer zu korrigieren. Nach einer Flanke landete eine misslungene Wixhäuser Klärungsabsicht vor dem Schlappen des scheidenden Goalgetters, der sich für diese Einladung bedankte und kompromisslos die Kugel einschweißte. Trotz Chancen auf beiden Seiten wechselte man mit dem 1:1-Zwischenscore die Seiten, aber schon zur Halbzeit roch es auf dem TSG-Ground gewaltig nach einem sich anbahnenden Offensivgewitter.

 

Den Prolog der zweiten Häfte schrieb erneut Do Vale, der von einer glänzenden Vorarbeit seines Kollegen Niklas Zaremba profitierte und die Pille nur noch über die Linie drücken musste. Die germanische Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Gordon Choynowski spielte eher ungewollt einen Doppelpass mit Gastgeber-Goalie Felix Hamm. Nach Schuss und missglückter Faustabwehr schädelte der speziell für diese Sequenz von Horst Hrubesch den Spitznamen Kopfballungeheuer übernehmende RSV-Angreifer zum 2:2 in die Maschen.

 

Jetzt fielen die Buden wie die berühmten reifen Früchte. Dank einer satten Flachvollstreckung Perchners feierte der Rasensportverein seine Debütführung in diesem spannenden Schlagabtausch. Zaremba konnte zwar relativ rasch egalisieren, doch das Vorleistungszepter ließ sich Blau-Weiß nun nicht mehr entreißen. Perchner schüttelte am rechten Flügel jegliche Gegenwehr ab und seine Hereingabe nutzte Michael Azevedo zum 4:3.

 

Das in Person vom gerade eingewechselten A-Jugend-Kicker Mohamad Boukhalaf erzielte 4:4 floss schließlich als finales „Aufmucken“ der Hausherren in die Spielchronik ein. Während der Schlussphase schraubten die üblichen Verdächtigen Choynowski (herrlicher Linkskracher in den Giebel) und Perchner (wurschtelte den Ball aus spitzem Winkel ins Ziel) den Deckel auf die Auswärtssiegtonne und kristallisierten nicht nur das Klettern auf Stufe Elf, sondern auch die Skurrilität des jetzt 74:99 lautenden Torverhältnisses. Gegentreffer Nummer Hundert dürfte in den beiden restlichen Begegnungen ergo kaum noch zu vermeiden sein.         

 

Aufstellung: Lembke, Güclüdal (61. Aldibo), Alkan, Babaei, Macalin (46. Hagi), C. Azevedo, Aldibo (21. Al Hadid), Morris, Choynowski, M. Azevedo, Perchner

Tore: 1:0 Do Vale 6. 1:1 Perchner 22. 2:1 Do Vale 50. 2:2 Choynowski 54. 2:3 Perchner 62. 3:3 Zaremba 66. 3:4 M. Azevedo 71. 4:4 Boukhalaf 76. 4:5 Chonyowski 83. 4:6 Perchner 87.

 

Am kommenden Sonntag (29.05.) können die germanischen Fans letztmals in der ausklingenden Saison 22/23 ihre Mannschaften am Grünen Steg anfeuern. Bevor es am 4. Juni zum endgültigen Rundenkehraus noch einmal auf Reisen geht, verabschieden sich das trotz Fortsetzung der Ergebnispleitenserie (2:4 in Roßdorf) den Klassenerhalt endgültig eintütende Kreisliga C – Team gegen Germania Eberstadt II (Anstoß 12Uhr30) und die Kreisliga A – Vertretung gegen Hellas Darmstadt (Kick-off 15Uhr30) vom heimischen Publikum in die Sommerpause.