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Zum Comeback des „Hochsommers“ Mitte September verlor der RSV Germania am Sonntagnachmittag im (so vor dem Anstoß) titulierten Verfolgerschlager der Kreisliga A gegen den SV Erzhausen 2:3 und musste aufgrund der erste Punktspielheimniederlage seit Mai 2018 sowie der saisonalen Debüt-„Pleite“ gleich zwei Positivserien ad acta legen.

 

Irgendwann musste es die Mannschaft von Erik Appel ja mal „erwischen“. Ungeachtet dessen war das Ende der Ergebniserfolgsgeschichten vermeidbar. Zweimal konnten die Germanen vorlegen, aber die Gäste schlugen jeweils relativ schnell zurück. Just in der Phase, als der Rasensportverein auf den Sieg drängte und gute Chancen ließen ließ, fing man sich den entscheidenden Konter ein, weshalb der SVE drei Punkte aus der brütend heißen SGD Arena entführen durfte. Ein Unentschieden hätte dem Matchverlauf wohl eher entsprochen, doch Erzhausen erwies sich letztendlich als einen kleinen Tick cleverer und konsequenter.

 

Im Vergleich zum 1:1 in Schneppenhausen veränderte Coach Appel seine Startelf auf zwei Positionen: Paul Prediger und Dario Bianco erhielten den Einsatzvorzug gegenüber Petrus Baldes und Ramm Doman. Die beiden „Bankdrücker“ mussten sich allerdings nicht lange über ihre anfängliche Zuschauerrolle grämen und wurden noch in der ersten Hälfte eingewechselt.

 

Den besseren Auftakt erwischte der aggressiv beginnende Gast, ohne jedoch richtige Gefahr zu produzieren. Dem Firmament angemessen praktisch aus „heiterem Himmel“ ging die Germania dann mit ihrer ersten echten Torannäherung in Führung. Sven Muth tankte sich am linken Flügel entschlossen durch und bediente Michael Azevedo, der die Kugel in Goalgettermanier ins lange Eck zirkulierte. Wenig später hätte Paul Prediger den Score auf 2:0 stellen können, doch sein Kopfball nach einer Saric-Flanke rauschte haarscharf am Ziel vorbei.

 

Stattdessen klingelte es auf der anderen Seite. Zweimal verpasste man die Klärungsabsicht zu unterschreiben, weshalb Carlos Mancuacoa plötzlich freie Bahn hatte und die doppelte Unkonzentriertheit zum Ausgleich nutzte. Daraufhin war der SVE am Drücker und besaß während der Schlussphase von Durchgang Eins drei dicke Möglichkeiten, die entweder Keeper Appel zunichte machte oder haarscharf das Gehäuse verfehlten.

 

Die Ouvertüre des zweiten Abschnitts verlief optimal für den RSV. Sven Muth lenkte in Folge eines scharf getretenen Freistoßes von Fouad Boudouhi die Pille ins Netz. Diesmal hielt der Vorsprung dreizehn Minuten, ehe Rouven Bohn von einem weiteren Defensivpatzer des Platzhirschen profitierte und den Ball seelenruhig über die Linie schob. Nach dem 2:2 sprachen sowohl die Momentaufnahme als auch die optischen Vorteile eher für den SVE, der daraus jedoch kein Kapital schlagen konnte.

 

Zwischen der 77. und 80. Minute versäumte es die Germania, dies zu bestrafen. Gleich drei Hochkaräter brachten die heimischen Fans in Wallung, weil die Murmel partout nicht den Weg in die Maschen finden wollte. Die Mannen von Erik Appel versuchten es weiter und wurden dann trotz der Hitze eiskalt erwischt. Ein langer Ball aus der SVE-Abwehr landete bei Mancuacoa, der kompromisslos zum 2:3 einschweißte. Damit war das Ding durch, denn Erzhausen verwaltete nicht nur abgebrüht sein Guthaben, sondern roch zweimal am vierten Treffer, den Erik Appel jeweils vereitelte, was aber nichts mehr an der ersten Saisonniederlage respektive der ersten Nulleinfuhr nach achtzehn ungeschlagenen Punktheimspielen änderte.

 

Über diesen Resultatsdämpfer sollte sich das germanische Team allerdings nicht lange ärgern. Erstens trat Erzhausen als starker Aufstiegsanwärter auf und zweitens funktionierten mit Ausnahme der Defensivfehler erneut die Gegenwehrmaßnahmen, weshalb der Blick fortan zuversichtlich nach vorne gerichtet ist. Schließlich belegt der Rasensportverein als Aufsteiger immer noch einen ausgezeichneten fünften Tabellenrang.

 

Am kommenden Sonntag (22.09.) sind die Schützlinge von Erik Appel dann beim SKG Gräfenhausen gefordert, bei dem man die beiden zurückliegenden Aufgaben 15/16 & 17/18 jeweils in den Sand gesetzt hat. Vorsicht und höchste Konzentration sind also geboten, wenn um 15Uhr der Anpfiff ertönt. Zuvor muss (darf) die Germania aber noch in einem anderen Wettbewerb ran und empfängt am Donnerstag (19.09.) im Rahmen der ersten Kreispokalrunde den souveränen Kreisoberligaspitzenreiter FC Arheilgen um 19Uhr30 in der SGD Arena.

 

Aufstellungen:

Appel, Saric, Geppert, Bianco (32. Ramm Doman), Perkovic (90. Platonow), Siddiqi (37. Baldes), Boudouhi, Kollbacher, Prediger, Muth, Azevedo

Zoric, Stanke, Bastias, Schäfer, Bohn (16. Müller), Cincotti (57. Bohn), Reitz, M. Krall, T. Krall, Henke (52. Stein), Schnier (16. Mancuacoa)

 

Tore:

1:0 Azevedo 13. 1:1 Mancuacoa 29. 2:1 Muth 48. 2:2 Bohn 61. 2:3 Mancuacoa 84.

 

Schiedsrichter:

Sebastian Jünger aus Rodgau

 

Gelbe Karten:

Saric, Kollbacher, Boudouhi, Perkovic

 

TV-Highlights vom Spiel

 

Auch im Vorspiel der zweiten Mannschaften auf der Kreisliga C – Plattform ging der RSV leer aus (2:4). Das Match wurde von einer schweren Verletzung von Germania-Schlussmann Tawfik Tammo Atie überschattet, weshalb die auf dem Naturrasen stattfindende Partie beim Stand von 2:1 pro Gastgeber eine gute Viertelstunde unterbrochen und dann auf dem Kunstrasen fortgeführt werden musste. Ein herbeigerufener Krankenwagen brachte Tammo Atie zur genauen Untersuchung ins Hospital. Auf diesem Wege wünschen wir dem Keeper natürlich eine rasche und komplikationslose Genesung.